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Der Fluss des Lebens - Kunst im Neuköllner Ricam Hospiz

27. Oktober 2008 - Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens weihte das Neuköllner Ricam-Hozpiz am 27. Oktober das Kunstwerk „Fluss des Lebens“ auf der Dachterrasse des Hauses in der Delbrückstraße ein.


„Die STADT UND LAND ist ein ganz wesentlicher Motor für dieses Projekt gewesen. Und sie hat wichtige Mitstreiter gewonnen, die das Kunstwerk gesponsert haben.“, betonte Bürgermeister Heinz Buschkowsky in seiner Laudatio. Dorothea Becker, Leiterin des Hospizes, sprach von einem „kleinen Wunder“, das mit dem Kunstwerk beschaut werden kann und den Menschen, die hier in ihrer letzten Lebensphase betreut werden, viel Freude bereite. Auch der Künstler Egidius Knops dankte den Sponsoren und unterstrich, dass es ihm nicht leicht fiel, das Projekt in Angriff zu nehmen. Seine Kunst habe immer etwas Leichtes und Unbeschwertes. Wie geht das zusammen mit Leid und Tod – habe er sich gefragt. Als er aber mit dem Engagement und der Hingabe der Pflegekräfte des Hospizes konfrontiert wurde, kam ihm seine Aufgabe leicht vor. Nun bringen auf einer Länge von 33 Metern 4.000 einzelne Lämpchen und 400 Meter Kabel den „Fluss des Lebens“ zum Leuchten. Das Kunstwerk Bei dem „Fluss des Lebens“ – handelt es sich um eine Glas-Licht-Installation. Ergänzt wird der „Fluss des Lebens“ durch Stelen, die auf die Elemente Erde, Feuer und Wasser sowie die vier Jahreszeiten Bezug nehmen. Dank dieses außergewöhnlichen Kunstwerkes avancieren zwei Dachterrassen des Ricam-Hospizes zur Ausstellungsfläche moderner Kunst. Den schwerkranken Patienten, deren Angehörigen, den Besuchern und Mitarbeitern wird sich ein stets wandelnder Blick darbieten. Mit den Lichtbrechungen entstehen immer neue Formen und Farben und bieten verschiedenste Interpretationsmöglichkeiten. Farbspiele im Fluss Für viele Patienten, deren Angehörige und Mitarbeiter war dieses Kunstwerk sofort ein Blickfang, aufgrund der Symbolik und der vielfältigen Lichtspiele und Formen. Immer wieder können die Farbspiele aus verschiedenen Blickwinkeln beobachtet werden und bieten neue Interpretationsmöglichkeiten. „Hier im Hospiz sind die äußeren Bedingungen, die Räumlichkeiten, der Blumenschmuck, die frisch zubereiteten Mahlzeiten und viele andere scheinbare Kleinigkeiten besonders wichtig. Deshalb freuen wir uns über dieses Kunstwerk sehr. Mindestens ebenso bedeutsam bei diesem Geschenk ist aber die Tatsache, dass wir im Bezirk und bei Unternehmen viele Unterstützer gewonnen haben, die sich für die ganzheitliche Betreuung sterbender und schwerstkranker Menschen einsetzen“, so Dorothea Becker. Die Förderer Es ist einer konzertierten Aktion des Bezirksamtes Neukölln und mehrerer Unternehmern zu danken, dass die Mittel für das Kunstwerk aufgebracht werden konnten. Beteiligt waren folgende Firmen: Berlin Recycling GmbH, ALBA Consulting GmbH, Tele Columbus Vertriebs GmbH, EHRIG GmbH, Vattenfall Europe AG & Co. KG, STADT UND LAND Wohnbauten- Gesellschaft mbH, Aareon Deutschland GmbH Das Ricam Hospiz Die gemeinnützige Ricam gGmbH für Lebenshilfe und Sterbebegleitung lässt sich von der Überzeugung leiten, dass das Leben kostbar ist bis zum letzten Augenblick. Im Ricam Hospiz werden seit Juni 1998 Menschen betreut, deren Lebenszeit sehr begrenzt ist. In 15 Einzelzimmern bemühen sich hochqualifizierte Pflegekräfte und viele ehrenamtliche HelferInnen darum, für und mit den Patienten auch die letzte Lebenszeit lebenswert zu gestalten. Den Angehörigen hilft man hier beim Helfen und unterstützt sie in ihrer Trauer. Das ambulante und stationäre Ricam Hospiz gestaltet die Angebote so, dass der kranke Mensch und seine Angehörigen im Mittelpunkt stehen - ob zu Hause oder im stationären Ricam Hospiz. Der Künstler Egidius Knops Egidius Knops ist ein international anerkannter niederländischer Künstler, dessen Arbeiten u. a. in Berlin, Rom, Amsterdam, Rostock, Leipzig zu sehen sind. Er verfügt über langjährige Erfahrungen im künstlerischen Gestalten öffentlicher Räume. In Berlin arbeitete er eng mit Martin Matschinsky und Brigitte Matschinsky-Denninghoff zusammen. Die großen Stahlskulpturen auf der Tauentzienstraße hat Knops ebenso nach Plänen des Paars geschaffen, wie die Arbeiten vor der Neuen Nationalgalerie oder der Berlinischen Galerie. Seine Plastik „Rosenbogen“ ist übrigens in der Neuköllner STADT UND LAND-Siedlung Pintschallee zu bewundern. Knops arbeitet nicht nur als Bildhauer, er ist auch als Maler aktiv. „Ich mache Kunst für die Öffentlichkeit, nicht nur für mich.“ lautet sein Credo

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