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CO2- und Recycling-Pass für Neuköllner Rollberg-Siedlung

11. Mai 2011 - Als erstes Unternehmen in Berlin erhielt STADT UND LAND von der BSR einen CO2- und Recyclingpass für die verbesserte Abfalltrennung in der Neuköllner Rollberg-Siedlung.


Damit wird das Wirken des Wohnungsunternehmens hinsichtlich der Wertstofferfassung in diesem Kiez in Kennzahlen erfasst, dokumentiert und am Berliner Durchschnitt gespiegelt. Seit 2009 führt die STADT UND LAND gemeinsam mit der BSR und Berlin Recycling im Neuköllner Rollberg-Viertel das Projekt „Abfallmanagement Rollberg“ durch. Ziel war es, durch mehr Abfalltrennung einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, das Wohnumfeld durch begleitende Maßnahmen sauberer und damit attraktiver zu machen sowie die Kosten für die Abfallentsorgung zu senken. Im Rahmen dieses Pilotprojektes wurde die erste Orange-Box Berlins im Rollbergviertel aufgestellt und „getestet“. Zudem wurde mit der Orange Corner und dem separaten Sperrmüllsammelraum - der „KIEZTONNE“ - für die Bewohner die Möglichkeit geschaffen, brauchbare Möbel und Elektrogeräte zu tauschen und Sperrmüll ordnungsgemäß zur Entsorgung bereit zu stellen. In enger Zusammen-arbeit aller Beteiligten konnte zudem auch die getrennte Erfassung anderer Fraktionen wie Papier, Biogut und Leichtverpackungen durch intensive Mieteraufklärung deutlich verbessert werden. Nachdem die BSR inzwischen ihre Abfallströme vom renommierten IFEU-Institut auf ihre CO2-Entlastung hin hatte untersuchen lassen, konnte die Idee der STADT UND LAND, die Abfallentsorgung aus ihren Mieterhaushalten ökologisch zu bewerten, mit dem CO2-und Recyclingpass umgesetzt werden. In ihm werden die Ergebnisse der nachhaltigen Wertstofferfassung dokumentiert und sowohl den Vorjahreswerten als auch dem Berliner Durchschnitt gegenüber stellt. Ingo Malter, Geschäftsführer der STADT UND LAND, fasst die Ergebnisse so zusammen: „Seit 2009 haben wir im Rollberg eine sehr erfreuliche Entwicklung durchlaufen. Die Abfall-Trennung und damit auch das Wertstoff-Aufkommen haben um über 50% zugenommen und die Entsorgungskosten konnten dadurch um mehr als 25.000 € gesenkt werden. Ein klarer Kostenvorteil für die Mieter. Auch wenn wir bei den Kosten immer noch leicht über dem Berliner Durchschnitt liegen, ist das Erreichte ein Erfolg und wir werden gemeinsam weiter daran arbeiten.“ Umweltsenatorin Katrin Lompscher freute sich über die gute Idee: STADT UND LAND und die BSR gehören zu den öffentlichen Unternehmen, die mit dem Land Berlin Klimaschutzvereinbarungen abgeschlossen haben. Darin werden ehrgeizige Ziele zur Energieeinsparung, zur CO2-Reduzierung und zur Umweltentlastung formuliert. Der CO2-und Recyclingpass ist ein wichtiger Baustein unserer guten Kooperation. Ich bin mir daher sicher, dass mit solchen Initiativen und weiteren guten Ideen bestehende und künftige Ziele erreicht werden.“ Auch Michael Büge, Neuköllner Umweltstadtrat und stellvertretender Bezirksbürger-meister ist von dem Projekt überzeugt: „Im Rollbergviertel haben wir die ganz normale „Berliner Mischung“, hier wohnen Menschen vieler Nationalitäten, unterschiedlicher sozialer Schichten, Alt und Jung zusammen. Mit dem Engagement aller, Bewohner, Vermieter, Quartiersmanagement und Dienstleister ist es gelungen, etwas für den Klimaschutz zu tun, aber – für den Bezirk besonders wichtig – auch dazu beizutragen, das Umfeld attraktiver zu machen. Mit der Tauschmöglichkeit und der regelmäßigen Sperrmüllentsorgung wird auch das öffentliche Straßenland von illegalen Ablagerungen entlastet.“ Für die Vorstandsvorsitzende der BSR, Vera Gäde-Butzlaff, steht der ökologische Nutzen im Vordergrund, nämlich das Mehr an stofflicher Verwertung und die damit verbundene Verbesserung der CO2-Bilanz. „Wo immer es sinnvoll ist, müssen Abfälle getrennt erfasst und in den Kreislauf zurück geführt werden. Denn die Abfalltrennung ist Voraussetzung für eine wirksame Ressourcenschonung und damit für den Klima-schutz. Und es ist ein Beitrag, den jede und jeder Einzelne leisten kann.“ Durch die bessere Trennung konnten, so Gäde-Butzlaff, pro Wohnung und Jahr gegenüber 2009 zusätzlich rund 35 kg CO2 eingespart. „Das entspricht dem Ausstoß eines modernen PKW für eine Fahrtstrecke von nahezu 300 Kilometer.“ Und weil Umwelterziehung am besten schon bei den Kleinsten anfängt, unterstützen STADT UND LAND und BSR die Rollberger Kita „Mini-Mix-International“ mit einer Spende von 2.500 €, um den Bau einer Taststrecke im Garten zu ermöglichen. Dort können die kleinen Rollberger schon früh ihre Sinne für die Umwelt schärfen.

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