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Udo Marin, Geschäftsführer des VBKI, Gabor Beyer, Leiter des VBKI-Ausschusses Intelligente Infrastruktur sowie Vorstand und Partner BTO Management Consulting AG, Anne Keilholz, Geschäftsführerin der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft, Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe und Prof. DR. Thomas Thiessen, Rektor Business School Berlin – Hochschule für Management (v. l.) nach der Präsentation der Umfrageergebnisse zum Thema Smart City.

Smart City: Berliner sind interessiert, wünschen aber mehr Aufklärung

VBKI befragt gemeinsam mit der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft
Berliner Bürgerinnen und Bürger / 750 Haushalte beteiligen sich

Berlin, 26. Juni 2017 - Ist Berlin reif für die Smart City? Fragt man die Berliner Bürgerinnen und Bürgern, fällt die Antwort gemischt aus. Zwar ist der Begriff bei 43,4 Prozent der Befragten grundsätzlich positiv besetzt, dezidiert negative Assoziationen weckt das Querschnittsthema nur bei jedem zehnten Berliner. Allerdings traut sich knapp die Hälfte (46,4 Prozent) kein eindeutiges Urteil zu, wie die heute vom Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) vorgestellte Studie „Smart City Berlin – Wie profitieren Berliner Bürgerinnen und Bürger“ zeigt. Diese Unsicherheit korrespondiert mit erheblichen Wissens- und Informationslücken, die sich mehr als 50 Prozent der Befragten attestieren – und zwar trotz insgesamt großem technischem Interesse und hohen Bildungsstand.

Gabor Beyer, Vorsitzender des VBKI-Ausschusses Intelligente Infrastruktur und einer der Initiatoren der Studie, sagte: „Smart City gilt als eines der großen Zukunftsversprechen für Berlin. Unsere Studie zeigt: Der Boden ist zwar bereitet. Wer Smart City aber im Berliner Alltag zur Entfaltung bringen will, sollte immer wieder den konkreten Mehrwert einzelner Anwendungen verdeutlichen. Nebulöser Marketingsprech hilft nicht weiter. Smart City setzt sich nur dann durch, wenn die potenziellen Nutzerinnen und Nutzer verstehen, wie sie von der intelligenten Stadt profitieren.“

Ramona Pop, Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, sagte: „Die Smart-City-Studie zeigt, dass Mieterinnen und Mieter positive Erfahrungen insbesondere bei der Energieeffizienz gemacht haben. Eine gute Sache, denn eine Offenheit der Bevölkerung für unsere Bemühungen um höhere Energieeffizienz wird uns beim Erreichen des Ziels, Berlin bis 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu machen, zu Gute kommen. Wir wollen den CO2-Ausstoß - bezogen auf 1990 - bis 2020 um 40 Prozent und bis 2030 um 60 Prozent verringern. Dafür braucht es das Engagement der gesamten Stadtgesellschaft, von jung bis alt.“

Die vom VBKI in Kooperation mit der STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH auf den Weg gebrachte Studie zielte darauf ab, belastbare Erkenntnisse zu den Erwartungen und Ansprüchen der potenziellen Nutzer von Smart-City-Technologien gewinnen – auch und gerade, um daraus Rückschlüsse auf das Smart-City-Potenzial Berlins zu ziehen. Rund 750 Berliner Privathaushalte haben sich an Befragung beteiligt.

„Zwar erwartet der überwiegende Teil der Studienteilnehmer von Smart-City-Technologien generell positive Effekte für Lebensqualität und Arbeitsbedingungen in der Hauptstadt. Vielen Befragten fällt eine präzise Deutung des Sammelbegriffs aber ebenso schwer wie die konkrete Bewertung einzelner Anwendungen sowie deren Bedeutung für die zukünftige Alltagsgestaltung“, interpretiert Anne Keilholz, Geschäftsführerin der STADT UND LAND, die Ergebnisse.

Über ein Drittel der Befragten gibt an, bislang noch gar keinen Gebrauch von modernen Smart City Lösungen zu machen. Auch die Bereitschaft, dies in absehbarer Zeit zu ändern, ist eher gering. Das gilt auch und in einem besonderen Maße für Fragen rund um neue Elektromobilitätskonzepte, denen insgesamt eher geringe Entwicklungschancen eingeräumt werden. Hinzu kommen Datenschutzbedenken sowie eine allgemeine Verunsicherung angesichts der Komplexität digitaler Infrastrukturen.

Um die Stadt Berlin auf ihrem Weg zur Smart City wirksam zu unterstützen, sollten aus Sicht der Befragten vor allem die regulatorischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen verbessert werden. Insbesondere beim Ausbau der Breitbandausstattung sehen viele Studienteilnehmer Handlungsbedarf. Ebenfalls gewünscht sind mehr Aufklärung und Bürger-Information.

Methodisch basiert die Untersuchung auf einer quantitativen Befragung. Als Instrument wurde ein standardisierter Fragebogen verwendet, der an nahezu 10.000 Mieterinnen und Mietern der STADT UND LAND in sechs Berliner Bezirken versendet wurde. Insgesamt reichten 752 Personen ihre Einschätzungen zum Thema ein, das entspricht einer Rücklaufquote von rund 8 Prozent.

Der beim Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) angesiedelte Ausschuss Intelligente Infrastruktur befasst sich intensiv mit der Entwicklung der Hauptstadtregion hin zu einer Smart City. Die vorliegende Untersuchung ergänzt eine im Dezember 2015 veröffentlichte Studie, in deren Mittelpunkt die Frage stand, was Berliner Unternehmen zur Smart City Berlin beitragen und wie sie langfristig von ihr profitieren können.

Die vollständige Studie ist im Netz verfügbar: www.vbki.de

Pressekontakt:

Frank Hadamczik                                          
Leiter Unternehmenskommunikation                       
Tel.: 030 6892-6205                                      
frank.hadamczikstadtundlandde             

Anja Libramm
Referentin Unternehmenskommunikation
Tel.: 030 6892-6281
anja.librammstadtundlandde

Sebastian Thomas
Leiter Kommunikation VBKI 
Tel.: 030  72 61 08 – 17
sebastian.thomasvbkide

 

Die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH gehört mit gut rund 43.000 eigenen Wohnungen, 770 Gewerbeobjekten und über 9.000 für Dritte verwaltete Mieteinheiten in Neukölln, Treptow-Köpenick, Tempelhof-Schöneberg, Steglitz-Zehlendorf, Charlottenburg-Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf sowie in Neuenhagen und Fredersdorf zu den großen städtischen Immobilien-Anbietern Berlins.

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