Mehr gegenseitiges Verständnis

Mehr gegenseitiges Verständnis

Fünf Fragen an Anne Karinca, Mitglied im Mieterbeirat Oberspree

Eine Frau mit blauem Tschador und Brille

Sie sind im Mieterbeirat Oberspree der STADT UND LAND aktiv. Seit wann üben Sie diese ehrenamtliche Tätigkeit aus und wie kam es dazu?

Seit Januar 2025 engagiere ich mich im ersten Mieterbeirat Oberspree. Aufmerksam wurde ich durch ein Schreiben bzw. einen Aushang. Ich wollte mich einbringen, da solche Gremien oft mit älteren Personen besetzt sind. Mir ist wichtig, dass Diversität sichtbar wird und auch Frauen vertreten sind.

Wie würden Sie Ihr Wohnquartier beschreiben?

Oberspree ist ein überschaubares Quartier mit langjährigen und neuen Bewohnern. Veränderungen wie Neubauten sind notwendig, werden aber teils kritisch gesehen. Umso wichtiger ist es, gegenseitiges Verständnis zu fördern und ein respektvolles Miteinander zu stärken.

Tauschen Sie sich auch mit anderen Mieterbeiratsmitgliedern im Bezirk Treptow-Köpenick aus? Vielleicht auch über die Bezirksgrenzen hinweg?

Ja, wir tauschen uns mit anderen Mieterbeiräten aus. Bei Veranstaltungen, organisiert von der STADT UND LAND, der SiWo und weiteren Akteuren, treffen wir Mitglieder aus verschiedenen Berliner Bezirken und kommen miteinander ins Gespräch.

War es schwierig, Freiwillige in Ihrem Quartier für die Wahl des Mieterbeirats zu gewinnen?

Die Organisation der Wahl lag bei der STADT UND LAND. Mein Eindruck ist, dass es nicht leicht war, genügend Kandidatinnen und Kandidaten zu finden. In manchen Quartieren scheiterte die Wahl an einer zu geringen Zahl von Kandidaturen. Umso glücklicher sind wir über die ausreichende Wahlbeteiligung in Oberspree.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft für die Arbeit des Mieterbeirats?

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass mehr Bewohnerinnen und Bewohner unsere Sprechstunden nutzen und wir uns noch aktiver einbringen können. Außerdem wäre es schön, wenn die Bezirksämter sich in Fragen der Infrastruktur beteiligen, sodass wir gemeinsam das Quartier weiterentwickeln können.

Was ist ein Mieterbeirat? Und warum lohnt sich das Engagement?

Ein gutes nachbarschaftliches Miteinander entsteht nicht von allein. In vielen Quartieren tragen engagierte Bewohnerinnen und Bewohner als Teil des Mieterbeirats aktiv dazu bei. Ein Mieterbeirat besteht i. d. R. aus drei bis fünf Mitgliedern, die sich ehrenamtlich für ihr Wohnumfeld einsetzen. Sie werden von den Mieterinnen und Mietern ihres Quartiers für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Ein Mieterbeirat vertritt dabei in der Regel bis zu 2.500 Wohneinheiten. Die Mitglieder bringen Themen, Anregungen und Anliegen der Mieterschaft direkt gegenüber STADT UND LAND ein. Ziel ist es, das Zusammenleben zu stärken, gemeinsame Projekte zu fördern und das Wohnumfeld nachhaltig weiterzuentwickeln. Jeder Mieterbeirat kann für sein Engagement im Quartier ein Budget von bis zu 1.000 Euro nutzen, um beispielsweise Beratungen, Informationsveranstaltungen, Feste, Nachbarschaftsaktionen oder andere gemeinschaftliche Projekte durchzuführen. So kann dieses Gremium aktiv etwas bewegen und den eigenen Kiez sichtbar mitgestalten.
So gab es beispielsweise 2025 ein erstes Nachbarschaftsfest im Hellersdorfer Grabenviertel, das auch in diesem Jahr wieder stattfinden soll. Der Mieterbeirat Branitzer Platz etwa beteiligte sich am Weihnachtsmarkt des Stadtteilzentrums, und im Quartier Johannisthal gab es zum Beispiel wie in den Vorjahren wieder Ende November einen Adventsmarkt.

Rückblick: die Mieterbeiratswahlen 2025

2025 fanden in 16 Quartieren Mieterbeiratswahlen statt. In sieben Quartieren konnten neue Mieterbeiräte erfolgreich gegründet werden. Aktuell führen die Quartierskoordinatorinnen der STADT UND LAND Begehungen mit allen neu gewählten Mieterbeiräten durch. Vor Ort werden gemeinsam anstehende Themen besprochen und weitere Ideen zur Stärkung der Nachbarschaft gesammelt – ein wichtiger Schritt für einen erfolgreichen Start in die neue Amtszeit.

Ausblick: Das bringt 2026

Auch in diesem Jahr wird wieder gewählt: So steht in folgenden 15 Quartieren die Neuwahl eines Mieterbeirats an. Der Aufruf zur Kandidatur ist unter anderem in den Quartieren Kölner Viertel, Mariendorf und Neu-Tempelhof bereits erfolgt.

Wird auch in Ihrem Quartier gewählt? Dann nutzen Sie die Chance und kandidieren Sie: Als Mitglied eines Mieterbeirats können Sie Ihren Kiez aktiv mitgestalten, denn Ihr Engagement macht den Unterschied.
Bitte nehmen Sie auch an der Briefwahl teil, denn nur so entsteht ein starker Mieterbeirat, um die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner zu vertreten.

Servicebüro HellersdorfServicebüro Tempelhof/NeuköllnServicebüro Treptow
1. Alt-Biesdorf 1. Lichtenrade (John-Locke-Siedlung)1. Altglienicke
2. Am Beerenpfuhl2. Mariendorf2. Baumschulenweg
3. An den Gärten der Welt3. Neu-Tempelhof3. Kölner Viertel
4. Gelbes Viertel4. Richardplatz4. Niederschöneweide
5. Kienbergviertel5. Rudow inkl. Landhaus-Siedlung5. Plänterwald
Servicebüro Hellersdorf1. Alt-Biesdorf
Servicebüro Tempelhof/Neukölln1. Lichtenrade (John-Locke-Siedlung)
Servicebüro Treptow1. Altglienicke
Servicebüro Hellersdorf2. Am Beerenpfuhl
Servicebüro Tempelhof/Neukölln2. Mariendorf
Servicebüro Treptow2. Baumschulenweg
Servicebüro Hellersdorf3. An den Gärten der Welt
Servicebüro Tempelhof/Neukölln3. Neu-Tempelhof
Servicebüro Treptow3. Kölner Viertel
Servicebüro Hellersdorf 4. Gelbes Viertel
Servicebüro Tempelhof/Neukölln4. Richardplatz
Servicebüro Treptow4. Niederschöneweide
Servicebüro Hellersdorf5. Kienbergviertel
Servicebüro Tempelhof/Neukölln5. Rudow inkl. Landhaus-Siedlung
Servicebüro Treptow5. Plänterwald

Sie möchten Ihren Mieterbeirat kontaktieren?

Eine Übersicht zu allen Mieterbeiräten und ihren Sprechstunden finden Sie auf unserer Website: www.stadtundland.de/wohnen/mieterbeirate

Sie haben Fragen an die Quartierskoordinatorinnen?

Dann schicken Sie eine E-Mail an: quartierskoordination@stadtundland.de